Welche Ausbildung erhalten Versicherungskaufleute
im Detail?
Zu den wichtigsten Ausbildungsinhalten
zählen die folgenden Punkte.
Im ersten Ausbildungsjahr
erfährt der Auszubildende unter anderem:
- welche Versicherungsprodukte einen Nutzen für
Privat- und Geschäftskunden haben. Außerdem
wird vermittelt, wie kundengerechte Lösungen
entwickelt werden
- wie Kundenkontakte hergestellt werden, sowie die
Prüfung vorhandener Kundenbeziehungen auf weitere
mögliche Geschäftsabschlüsse
- wie das Rechnungswesen als Instrument für
die kaufmännische Steuerung einzusetzen ist
- wie er Kunden darüber berät, wie man
Schäden verhindert
- welche Rechtsgrundlagen bei der Schadenserhebung
anzuwenden sind
- wie man den Kundenbestand pflegt und Verträge
erhalten kann
Für das zweite Ausbildungsjahr
werden unter anderem folgende Kenntnisse vermittelt:
- Beratung und Erläuterung der Bedeutung von
Produkten der gesetzlichen und betrieblichen Altersvorsorge
- Analyse der Kundensituation, Bedarfsermittlung
und kundengerechte Angebote und Lösungen erstellen
- Durchführung von Rentabilitätsrechnungen
und die Berücksichtigung des Ergebnisses bei
der Entscheidung
- Rechtsgrundlagen, die bei der Beratungs- und Verkaufstätigkeit
zu beachten sind
Im dritten Ausbildungsjahr,
das fachspezifisch auf Versicherungen ausgerichtet ist,
folgen dann unter anderem Kenntnisse über:
- die Bearbeitung von Schadens- und Leistungsfällen
- die Organisation des Schadenservice
- die Prüfung der materiellen und formellen
Deckung
Darüber hinaus erwerben
die angehenden Versicherungskaufleute Kenntnisse in
zwei von insgesamt sieben Wahlqualifikationen. Dabei
handelt es sich um:
- Kundengewinnung und Kundenbindung
- Marketing
- Agenturbetrieb
- Risikomanagement
- Vertrieb von Produkten der betrieblichen Altersvorsorge
- Vertrieb von Versicherungsprodukten für Gewerbekunden
- Vertrieb von Versicherungsprodukten für Privatkunden
Ferner werden noch allgemeine
Kenntnisse vermittelt über:
- die gegenseitigen Rechte und Pflichten, die sich
aus dem Ausbildungsvertrag ergeben
- die Organisation des Ausbildungsbetriebs
- die Arbeitsschutz- und Umweltschutzvorschriften
Zugangsvoraussetzungen
Es gibt keine rechtlich vorgeschriebenen
schulischen Voraussetzungen für die Ausbildung
zum Versicherungskaufmann. Die überwiegende Zahl
der eingestellten Bewerber verfügt jedoch über
die Hochschulreife. Etwa ein Viertel wird mit mittlerem
Bildungsabschluss eingestellt, während lediglich
drei Prozent einen Hauptschulabschluss vorweisen.
Die Versicherungsunternehmen legen
gesteigerten Wert auf ein gepflegtes Äußeres,
einen sicheren Umgang mit Arbeitskollegen und Kunden
und speziell im Außendienst auch auf gute Umgangsformen.
Bedingt durch den täglichen Umgang mit Zahlen sind
bei Schulzeugnissen sowohl die Bewertung der rechnerischen
Kenntnisse als auch die Fähigkeiten bei der Rechtschreibung
von großem Interesse. Auch eine fundierte Allgemeinbildung
ist bei einer Bewerbung von Nutzen.
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